Holzterrasse bauen: 6 wichtige Punkte

Es gibt ein paar Kleinigkeiten, die bei selbstgebauten Holzterrassen gerne mal vergessen werden. Dabei ist eine sorgfältige Montage extrem wichtig, damit die neue Terrasse möglichst lange hält. Aber keine Sorge! Mit diesen sechs Best-Practice-Tipps haben Sie alles im Griff.

Holzterrasse bauen: 6 wichtige Punkte

Tipp 1: Terrassenholz im Fachhandel kaufen

Günstige Terrassendielen aus dem Baumarkt haben genau einen Vorteil: Sie kosten weniger. Qualität und Fachberatung aber lassen in Baumärkten oft zu wünschen übrig.

Ein Holz-Fachhändler kennt sich bestens mit Terrassendielen aus. Er weiß genau, welche Holzart für Sie geeignet ist, hilft bei der Planung und liefert das Material zu Ihnen nach Hause. Insgesamt bietet der Fachhandel das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Tipp 2: Geeignetes Fundament errichten

Die Holzterrasse im Garten wird in den meisten Fällen auf dem Erdboden errichtet. Vor dem Bau muss der Untergrund geebnet und mit Kies oder Splitt verfestigt werden. Legen Sie ein Gefälle von ca. 2 % weg vom Haus an, damit Regenwasser unter und auf dem Holzdeck abfließen kann.

Legen Sie dann Gehwegplatten (Betonplatten) auf dem Untergrund aus. Sie dienen als Auflagefläche für die Unterkonstruktions-Balken und schützen die Hölzer vor Staunässe. Die Platten in gleichmäßigen Abständen auf der vorbereiteten Fläche auslegen und mit der Wasserwaage ausrichten.

Tipp 3: Unkrautvlies nicht vergessen

Noch vor den Betonplatten sollten Sie ein Unkrautvlies – auch Wurzelvlies oder Mulchvlies genannt – auslegen. Dies verhindert, dass Unkraut unterhalb der Holzterrasse wuchert und durch die Dielen hervorwächst. Welche weiteren Materialien Sie für den Bau Ihrer Holzterrasse benötigen, erfahren Sie hier.

Tipp 4: Optimaler konstruktiver Holzschutz

Konstruktiver Holzschutz fängt bereits unterhalb der Unterkonstruktion an. Weil sich auf den Gehwegplatten schnell Wasser sammelt, sollte die Unterkonstruktion nicht direkt aufliegen. Das gleiche gilt für Unterkonstruktion und Dielen. Liegt Holz auf Holz, trocknet Feuchtigkeit an diesen Stellen langsamer ab. Mit speziellen Abstandshaltern schaffen Sie einen Belüftungsabstand zwischen Platten und Lagerhölzern sowie zwischen Lagerhölzern und Dielen.

Tipp: Wenn Sie Ihr Terrassendeck mit einem Terrassendielenhalter unsichtbar befestigen, sorgt der Halter bereits für den nötigen Abstand zwischen Unterkonstruktion und Deck.

Tipp 5: Abstand zwischen den Unterkonstruktions-Balken

Der notwendige Abstand zwischen den parallel verlegten Konstruktionshölzern ist abhängig von der Stärke der Terrassendielen. Der Abstand darf nicht zu groß sein, damit die Dielen langfristig in Form gehalten werden.

Allgemeine Empfehlung für Abstände (von Balkenmitte zu Balkenmitte):

  • 20 – 24 mm Dielenstärke: 40 cm
  • 25 – 28 mm Dielenstärke: 50 cm

Tipp 6: Passende Schrauben verwenden

Für die Stabilität der Konstruktion ist das richtige Befestigungssystem sehr wichtig. Spezielle Terrassenschrauben erfüllen die folgenden notwendigen Anforderungen.

  • Rostfreier Edelstahl
  • Linsen-Senkkopf
  • Torx-Antrieb
  • Fräsgewinde und Reibeigenschaft
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