Holzboden im Wohnzimmer

Ein Holzboden hat einen unverwechselbaren Charme. Holz verbreitet Gemütlichkeit und Wärme – doch gibt es auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Holzfußböden? Und ob! Parkett, Massivholzdielen oder doch lieber Laminat? Die Auswahl ist groß, die Wahl fällt schwer. Aber keine Sorge, wir helfen Ihnen! Hier erfahren Sie, welcher Boden für Ihr Wohnzimmer der Richtige ist.

Wie wäre es denn mit Parkett?

Bei Parkett handelt es sich um massives Holz aus einheimischen oder exotischen Hölzern. Entstanden ist Parkett als Bodenbelag während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Zu einem pflegeleichten Bodenbelag durch die Versiegelung mit Lack wurde es jedoch erst in den 50 er Jahren. Doch, was kann Parkett noch? Wieso ist es so beliebt?

Generell gilt, dass ein Echtholzboden für ein angenehmes Raumklima sorgt. Er nimmt Luftfeuchtigkeit bei Bedarf auf und gibt diese bei zu trockener Luft wieder ab. Damit reguliert ein Echtholzboden das Raumklima von ganz alleine. Aufgrund der zusätzlichen antistatischen Wirkung, setzen sich keine Hausstaubmilben auf den Boden ab. Mit dieser Eigenschaft ist ein Parkettboden besonders für Allergiker geeignet und verhält sich sehr hygienisch. Speziell einheimische Nadelhölzer besitzen keimtötende Eigenschaften. Ein Parkettboden kann mittlerweile sowohl klebend als auch schwimmend ohne feste Verbindung zum Untergrund verlegt werden.

2 Arten von Parkett

Es wird zwischen zwei Arten von Parkettböden unterschieden. Die erste Variante stellt hier das einschichtige Parkett dar. Es besteht aus massivem Vollholz. Bei der zweiten Variante handelt es sich um mehrschichtiges– oder auch Fertigparkett. Dieses besteht aus zwei oder drei Schichten, wobei die Deckschicht aus Vollholz ist. Hierbei gilt: Je dicker die Vollholzschicht ist, desto öfter lässt sie sich abschleifen und ist damit erneuerbar. Natürliche fußwarme Eigenschaften und eine pflegeleichte Reinigung machen das Parkett als Bodenbelag außerdem so beliebt.  Wem die natürlichen fußwarmen Eigenschaften nicht ausreichen, braucht wegen eventueller kalter Füße keine Angst zu haben. Parkettboden eignet sich bestens für Fußbodenheizungen. Komplett wird das Parkettbodenpaket durch eine hohe Strapazierfähigkeit und eine große Vielfalt. Apropos große Vielfalt! Wie oben schon erwähnt, stehen die unterschiedlichsten Holzarten zur Verfügung. Besonders gern werden hier die Holzarten Bambus, Eiche und Lärche verwendet. Unterschiedliche Holzarten bedeuten: unterschiedliche Farben, Maserungen und somit auch unterschiedliche Atmosphären. Doch nicht nur zwischen den Holzarten können Sie auswählen. Ein Parkettboden kann auch in verschiedenen Mustern verlegt werden. Durch diese Vielfältigkeit, die mit Parkett möglich wird, finden Sie bestimmt einen Boden, der Ihrem Einrichtungsstil entspricht.

Holzdielen – wo ist der Unterschied zum Parkett?

Massivholzdielen in der eigenen Wohnung sind wohl der Traum eines jeden Holzliebhabers schlechthin. Nichts verbreitet so viel Natürlichkeit und Charme wie Holzdielen. Diese bestehen, wie es der Name schon sagt, aus massivem Holz und werden erst nach der Verlegung mit zum Beispiel Ölen bearbeitet. Im Grunde unterscheiden sich Holzdielen nur in der Form von massivem Vollholzparkett. Zum gängigen Fertigparkett, besteht jedoch ein großer Unterschied. Fertigparkett besteht, wie oben erwähnt, aus mehreren Schichten und nicht wie Holzdielen aus durch und durch massivem Holz. Außerdem wird Fertigparkett vor der Verlegung imprägniert.

Holzdielen besitzen wie auch das einschichtige Parkett die holztypischen Eigenschaften. Fußwärme, natürliche antibakterielle Wirkung, Vielfältigkeit…und und und. Doch das wirklich entscheidende Argument für Massivholzdielen ist die unverwechselbare Optik und die Wirkung, die sie auf einen Raum haben. Um eine solche Entscheidung  zu treffen, sollten Sie keine Bilder oder Muster vergleichen. Betreten Sie Räume mit Holzdielen und spüren Sie wie sich Ihr neues Zuhause anfühlen kann.

Und was ist nun Laminat?

Laminat hat sich neben Massivholzdielen und Parkett mittlerweile sehr in die Welt der Bodenbeläge etabliert. Es gilt als die kostengünstige und dennoch optisch sehr ansprechende Alternative zu Echtholzbodenbelägen. Wie jetzt? Bei Laminat handelt es sich nicht um Holz? Die Antwort lautet: Jein. Laminat ist kein reines Naturprodukt, enthält aber den natürlichen Rohstoff Holz. Anstatt aus massivem Holz, ist dieser Bodenbelag mehrschichtig aufgebaut. Die oberste Schicht besteht aus einer abriebfesten Versiegelung meist aus Melaminharz. Darunter befindet sich die Dekorschicht, die das Design des Laminatbodens bestimmt. Hier ist so gut wie alles möglich. Aufgrund der Drucktechnik erstreckt sich die Vielfalt der Muster vom klassischen Schlossdielendesign über eine Fliesenoptik bis hin zu Dielen mit bedruckten Specials. Unter der Dekorschicht befindet sich der Kern des Bodens, eine hochverdichtete Holzfaserplatte. Diese HDF-Platte besteht aus einem stabilen Trägermaterial. Ein sogenannter Gegenzug schließt den Laminatboden von unten ab und sorgt für ausreichend Formstabilität bei Belastung. In manchen Fällen ist eine Trittschalldämmung bereits aufkaschiert. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte eine hinzugefügt werden, um laute Geräusche zu vermeiden.

Doch was kann Laminat nun? Und was nicht?

Robust und strapazierfähig durch die Deckschicht, vielfältig durch die große Auswahl an Dekorschichten und kostengünstig. Ein Laminatboden bringt so einige Vorteile mit sich. Zwar handelt es sich nicht um massives Holz, doch ähneln die hochwertigen Dekorschichten einem echten Parkettboden sehr stark. Die Optik leidet also keinesfalls unter dem mehrschichtigen Aufbau von Laminat. Hinzu kommt, dass es sogar für Laien möglich ist den Boden zu verlegen. Ein unkompliziertes Klicksystem ermöglicht die Mitnahme bei einem Umzug, sodass kein neuer angeschafft werden muss. Diese flexible Eigenschaft reizt besonders dann, wenn sich der Boden in einer Mietwohnung befindet. Trotz all dieser Vorteile ist Laminat eben kein massives Holz. Durch die Dekorschicht ist bei entstandenen Schäden kein Abschleifen möglich. Außerdem ist Laminat feuchtigkeitsempfindlich und kann bei zu großen Mengen von Wasser aufquellen.

Ob massives Holz oder Laminat – wir sind uns sicher, Sie finden einen Boden, der Sie glücklich macht. Denn auch wenn es um den eigenen Boden im Wohnzimmer geht – Einrichtung ist Geschmackssache und Holz ist nicht gleich Holz. Daher lassen Sie sich inspirieren und folgen Sie ganz Ihrem Instinkt. Wir hoffen, wir konnten Sie Ihrem Traum vom Holzboden im Wohnzimmer ein Stückchen näher bringen.

Quellen:

http://www.schoener-wohnen.de/einrichten/27805-rtkl-parkett-und-parkettboden

https://www.parkettdielen.net/vergleich-parkett-laminat-dielen/

http://www.parkett-wohnwelt.de/blog/vorteile-nachteile-laminat/

https://www.planeo.de/magazin/laminat-qualitaet-erkennen/

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