Die Vor- und Nachteile von Dielenböden

Der Dielenboden ist eine der ältesten Form des Fußbodenbelags und bis heute sehr beliebt. Ein Holzboden wirkt gemütlich und warm. Er stellt aber auch Ansprüche an die Raumfeuchte und neigt zu Fugen und Rissen. Wenn Sie Holzdielen in Ihrem Wohnraum verlegen möchten, zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile im Überblick, was Sie über Dielenböden wissen sollten.

Die Vor- und Nachteile von Dielenböden

Angenehmes Wohnklima und Langlebigkeit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Dielenboden zu verlegen. Beliebt ist die Montage auf einer Unterkonstruktion aus Lagerhölzern, auf denen die Dielen verschraubt oder genagelt werden. Dies kann von oben sichtbar oder in der Nut unsichtbar geschehen. Ein Dielenboden mit Unterkonstruktion ist elastisch und somit gelenkschonend.

Allerdings ergibt sich bei dieser Art der Montage eine hohe Aufbauhöhe. Überprüfen Sie deshalb vorab, wieviel Platz Sie für den Aufbau haben. Ist nur eine niedrige Aufbauhöhe möglich, eignen sich möglicherweise sogenannte Renovierungsdielen, die eine maximale Dicke von 15 Millimetern haben. Eine alterative Montage-Möglichkeit ist das vollflächige Verkleben der Dielen.

Aufbauhöhe entscheidet über Art der Verlegung

Ein Holzfußboden ist natürlich, dekorativ und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre im Wohnraum. Auch ohne Fußbodenheizung ist er angenehm fußwarm. Holz besitzt die natürliche Eigenschaft, Feuchtigkeit aufzunehmen. Dadurch reguliert es die Luftfeuchtigkeit in einem Raum und schafft ein angenehmes Wohnklima.

Massivholzdielen haben eine dickere Nutzschicht als zum Beispiel Parkettboden. Sie können deshalb bei Bedarf abgeschliffen und neu behandelt werden, was den Dielenboden äußerst langlebig macht. Ein Dielenboden ist schnell abgesaugt oder gefegt und somit sehr pflegeleicht. Wichtig: Da der Fußboden Feuchtigkeit zieht, ist Wischen nur mit einem nebelfeuchten Tuch zu empfehlen.

Dielenboden in der Wohnung

Raumfeuchtigkeit und Dehnungsabstände beachten

Da Holz ein natürlicher Werkstoff ist, der sich ausdehnt und zusammenzieht, können Fugen und Risse im Boden entstehen. Deshalb sollten Sie die Luftfeuchtigkeit im Raum stets im Auge behalten. Eine ideale Luftfeuchtigkeit für einen Fußboden aus Massivholzdielen liegt bei etwa 50-65%.

Besonders während der Heizperiode sollten Sie auf eine ausreichende Raumfeuchte achten, da die Dielen sonst trocknen und schwinden. Liegt der Boden hingegen in einem zu feuchten Raum, quellen die Dielen und wölben sich. Um Risse und Fugen weitestgehend zu verhindern, sollten Sie die Dielen  vor dem Verlegen mindestens 48 Stunden lang im jeweiligen Raum lagern, damit sie sich akklimatisieren können.

Damit das Holz Platz zum Arbeiten hat, ist ein gewisser Abstand zu den Wänden notwendig. Halten Sie sich deshalb immer an die vom Hersteller angegebene Dehnungsfuge.

Weitere Informationen zu Dielenböden

Vollflächig verklebt sind Holzdielen für eine unterliegende Fußbodenheizung geeignet. Die Wärmeleitfähigkeit hängt von der Stärke der Dielen ab. Im Nassbereich ist ein Dielenboden nur dann geeignet, wenn er vollständig versiegelt ist.

Vor- und Nachteile von Dielenböden in der Übersicht

Vorteile

  • Natürlich und dekorativ
  • Langlebig
  • Positives Raumklima
  • Fußwarm

Nachteile

  • Fugen und Risse möglich
  • Raumfeuchte muss möglichst konstant gehalten werden
  • Hohe Aufbauhöhe bei Unterkonstruktion (Alternative: Renovierungsdielen)

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Ein Kommentar

  1. H. Müller 16. November 2017 um 10:56 Uhr - Antworten

    Guten Tag,

    auf einen Holzdielen-Boden muss man mehr acht geben als auf einen Laminatboden. Das stimmt. Ich kenne in meiner näheren Umgebung auch nicht viele Menschen, die sagen würde, dass ein Dielenboden mehr Vorteile mit sich bringt als Nachteile.
    Wir haben uns für einen Dielenboden entschieden, aber dagegen, den alten zu restaurieren und dafür einen neuen verlegt. Wir hatten viel Angst vor Holzwürmern und hätten die Ochsenblutfarbe komplett abschleifen müssen. Das übersteigt die Kapazitäten der meisten Menschen. Unsere haben eine Dicke von 22mm. Dicker sollten sie auch nicht sein, denn Gelenke schonend ist es nicht mehr, je dicker der Durchmesser. Die Nachteile, die hier aufgelistet werden, sind meiner Ansicht nach nicht unbedingt welche. Vergessen werden darf nicht, dass bei einem Fehler beim Einbau, die gesamte Unterkonstruktion rausgenommen werden muss. Das kann aber leicht umgangen werden.

    Danke für die Hinweise,
    mit freundlichen Grüßen
    H. Müller

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