Die Schummelei mit Bangkirai

Sie möchten sich auch endlich den Traum einer eigenen Holzterrasse erfüllen? Dann nichts wie los! Doch welche Holzart eignet sich eigentlich am besten für den Bau einer Terrasse? Und auf was sollte noch geachtet werden? Wir helfen Ihnen weiter!

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Bangkirai – Der Liebling

Bangkirai Holz stellt die „marktdominierende Holzartengruppe“ im Terrassenbau dar und das nicht ohne Grund. Aufgrund der schweren und dauerhaften Eigenschaften eignet es sich bestens für den Einsatz im Außenbereich. Eine Terrasse ist ständig den Witterungseinflüssen und Umgebungstemperaturen ausgesetzt. Heiße Temperaturen, Nässe, Winde, Insekten – all das muss eine Holzterrasse verkraften können und trotzdem noch ein optisches Highlight in Ihrem Garten darstellen. Bangkirai Holz ist dafür genau das richtige Holz, denn es ist sehr fest und hat eine hohe natürliche Resistenz gegen Schädlinge und Pilze. Doch stammt das Holz etwa vom „Bangkirai-Baum“? Nein! Einen „Bangkirai-Baum“ gibt es nämlich gar nicht. Bangkirai ist lediglich der Handelsname. Das aus der Gattung der Shorea stammende Holz, ist hauptsächlich in Südostasien zu finden. Und damit treten auch die Probleme auf…

Die Schummelei

Es gibt nicht den einen Baum, von dem das Bangkirai Holz stammt. Bangkirai Holz umfasst ca. 20-25 Baumsorten. Wichtig ist dabei, dass eine bestimmte Rohdichte erreicht wird. Damit ist also auch nicht immer klar, ob es sich bei Ihrem zukünftigen Terrassenholz wirklich um Holz aus der Gattung der Shorea handelt. Oftmals werden billige Austauschhölzer wie zum Beispiel Mersawa, Punah, Red Balau, Gerutu, Keruing oder Kapur, in den Umlauf gebracht. Diese Holzarten ähneln dem originalen Bangkirai Holz optisch stark, sind jedoch viel leichter in der Beschaffung und qualitativ lange nicht so hochwertig wie das echte Holz. Keruing und Kapur beispielsweise harzen oft aus, sodass braune Auswaschungen entstehen. Die Unterschiede sind meist erst unter dem Mikroskop erkennbar. Häufig werden auch nur einzelne Dielen untergemischt, sodass es noch schwerer fällt eine Täuschung zu ermitteln. Bei der Bestellung des Holzes für Ihre neue Terrasse ist also Vorsicht geboten. Lassen Sie das gelieferte Holz zunächst fachmännisch prüfen, bevor Sie eventuell an „Fake-Bangkirai“-Holz geraten.

Wie vermeide ich gefälschtes Holz?

Wenn Sie nach originalem Bangkirai Holz suchen, sollten Sie ausschließlich bei seriösen Händlern kaufen. Einige Institute bieten Produktproben an, die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 100,- €. Außerdem kämpft die „EUTR“, die European Timber Regulation, gegen illegale Forstwirtschaft. Die Europäische Holzhandelsverordnung verlangt Herkunftsnachweise von Holz und Holzerzeugnissen auf dem EU-Binnenmarkt. So soll zum einen illegales Abholzen verhindert und zum anderen für mehr Transparenz beim Endverbraucher gesorgt werden.

Aber es ist doch das FSC Siegel drauf!

Dass Sie dem FSC Siegel vertrauen ist an sich eine sehr gute Sache. Damit wird nämlich nachhaltige Forstwirtschaft bestätigt. Allerdings kann auch das FSC-Siegel keine Betrügerprodukte ermitteln. Es sichert nur den vertrauensvollen Umgang mit den Wäldern. Das FSC Siegel ist nach wie vor sehr wichtig. Ob es sich jedoch um echtes oder gefälschtes Bangkirai Holz handelt…

…erfahren Sie nur, wenn Sie Ihr Holz prüfen lassen oder einen seriösen Herkunftsnachweis erhalten haben. Die Verifizierung von Bangkirai Holz lohnt sich in jedem Fall, denn nur so können Sie Ihre neue Holzterrasse lange und in vollen Zügen  genießen.

Quellen:

Welt.de

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