Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen – was bedeutet das?

Wie lautet das Sprichwort?

Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Was bedeutet „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“?

Wie so viele Ausdrücke im Leben hat auch „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ nicht nur eine Bedeutung. Denn zum einen bedeutet dieses Sprichwort, dass man etwas sucht und es nicht sieht, obwohl es direkt in der Nähe liegt. Zum anderen kann das Sprichwort aber auch eingesetzt werden, wenn man sagen möchte, dass man den Blick für das große Ganze verliert, weil man sich mit so vielen Kleinigkeiten und Einzelheiten beschäftigt oder beschäftigen muss.

Kurz gesagt steht der Ausdruck auch für einen Mangel an Übersicht.

Die Redewendung wird aber auch eingesetzt um zu sagen, dass  man etwas Offensichtliches nicht erkennt oder eine naheliegende Lösung eines Problems, vor lauter Auswahlmöglichkeiten, nicht sieht.

Woher kommt diese Redewendung?

Die Herkunft der Redewendung „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ ist ganz klar auf einen Mann zurückzuführen. Er war einer der bekanntesten deutschen Dichter zu seiner Zeit und gleichzeitig auch als Übersetzer tätig. Er lebte von 1733 bis 1813 und sein Name war Christoph Martin Wieland.

Den Ausdruck hat er in Anlehnung an antike lateinische Vorbilder in mehreren seiner Gedichte verwendet, weshalb dieser auch in Deutschland so bekannt wurde.

„Die Herren dieser Art blendt oft zu vieles Licht, Sie sehn den Wald vor lauter Bäumen nicht.“

– Wieland in seinem Werk “Musarion”

Wald