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Carport selber bauen

Veröffentlicht am 1.12.2018    |   Lesezeit: 9 Minuten

Sie möchten Ihr Auto vor Witterung schützen, haben aber keine Garage? Mit genügend Platz vor Ihrem Haus und etwas handwerklichem Geschick können Sie sich ein Carport bauen. Ein Carport ist die perfekte Mitte zwischen einem einfachen Stellplatz und einer geschlossenen Garage. Er schützt das Auto vor Witterung und sorgt für ein schnelles Trocknen sowie Runterkühlen des Autos. Das schnelle Trocknen hat dabei zur Folge, dass das Auto nicht so schnell rostet.

Dabei haben Sie die Möglichkeit, den Bau komplett selbst zu übernehmen oder auf einen fertigen Bausatz zurückzugreifen.

Carports überzeugen vor allem durch ihre Vielseitigkeit, ihren Preis, die schnelle und einfach Konstruktion und die Tatsachen, dass ein Carport frei platziert und individuell gestaltet sowie erweitert werden kann. 

 

einzelcarport

Der erste Schritt: Alles rund um die Baugenehmigung

Sie haben vor, einen Carport zu bauen oder aufzustellen? Dann sollten Sie sich vorab darüber informieren, ob dieses genehmigungspflichtig ist und wo/wie groß gebaut werden darf. Die Anforderungen und der Umfang der Baugenehmigung sind abhängig vom jeweiligen Bundesland. Eine bedeutsame Rolle hierfür spielen vor allem die Höhe des Carports sowie seine Grundfläche.

Außerdem müssen auch Brandschutzbedingungen und Umweltschutzregelungen beachtet werden. Der letzte Tipp diesbezüglich lautet: Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn über Ihr Bauvorhaben, um späteren Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen.

Was kostet der Carportbau?

Die Kosten, die auf Sie zukommen, wenn Sie einen Carport bauen, können stark variieren. Sie sind zum einen von der Bauart (freistehend/ an das Haus angelehnt/ mit oder ohne Seitenwände) als auch von ihrer Größe, Ausführung (d.h. mit integriertem Dach, Geräteraum oder Doppelcarport) und der verwendeten Materialien (Holz (BSH/KVH)/ Stall/ Steine etc.) abhängig.

Grobe Richtwerte für Bausätze:

  • Schlicht & einfach: unter 800 Euro
  • Mittelklassiges Modell: 1.200 – 1.500 Euro
  • Hochpreisig: bis zu 5.000 Euro

Vorgefertigter Bausatz oder eigenständiges Bauen des Carports?

Der Eigenbau eines Carports ist zeit- und kostenaufwendiger als die Verwendung eines vorgefertigten Bausatzes. Möchten Sie den Carport in Eigenregie bauen, benötigen Sie einzelnes und passgenaues Material, was zu hohen Kosten führt. Da lohnt es sich besser, Reststücke zu verwenden und diese auf gewünschtes Maß zu bringen.

Ein vorgefertigter Bausatz bietet Ihnen hingegen viele Vorteile: Dieser ist in der Regel schon baurechtlich (und damit auch statisch) geprüft, was bedeutet, dass der Hersteller für Produktschäden haftet. Zudem sind sie in einigen Fällen sogar günstiger.

Unsere Empfehlung: Nutzen Sie die Vorteile, entscheiden Sie sich für einen vorgefertigten Bausatz und montieren Sie diesen einfach selbst. Dies reduziert unnötige Kosten und Aufwand. Wünschen Sie eine Erweiterung mit Geräteraum ist diese im Nachhinein immer noch möglich.

Welches Material bzw. welche Holzart eignet sich für den Carportbau am besten?

Bei der Auswahl des Materials für Ihr Carport haben Sie die Wahl zwischen Holz und Metall. Wie so vieles im Leben haben beide Materialien ihre Vorund Nachteile.

Fällt die Entscheidung auf ein Carport aus Holz, wird gerne Konstruktionsvollholz (KVH) aus Kiefer/Fichte (untere Preisklasse), Brettschichtholz (BSH) oder Douglasie (obere Preisklasse) für den Carportbau verwendet.

Vorteile von Holz:

  • natürliche Optik
  • leichte Verarbeitung

Nachteile von Holz:

  • pflegeintensiv, da weniger witterungsbeständig und anfälliger für Schädlinge/Pilze
  • muss, aus dem oben genannten Grunde, regelmäßig mit Lasur geschützt werden

Metall (z.B. Aluminium oder rostfreier Stahl) ist eine gute Alternative, vor allem dann, wenn der Carport Schnee oder andere schwere Lasten aushalten muss.

Vorteile von Metall:

  • wetterfest
  • lange haltbar
  • leicht zu pflegen
  • elegantes Aussehen

Nachteile von Metall:

  • teuer
  • anfällig für Rost
carport

Wie setzt sich der Unterbau (das Fundament) des Carports zusammen?

Welches Fundament Sie für den Bau des Carports benötigen, hängt zwar von dem gegebenen Baugrund auf Ihrer Baustelle ab, generell lässt sich jedoch sagen, dass in den meisten Fällen kein klassisches Fundament benötigt wird wie beim Bau einer Garage beispielsweise.

Das Fundament ist für den festen Stand des Carports zuständig und schützt die Holzträger vor Fäulnis. Um diesen Schutz sicherzustellen, sollte eine Fertigbetonmischung verwendet und die Holzpfosten mit Pfostenträgern ca. 80 cm tief im Boden verankert werden. Für die Statik sollten außerdem höhenverstellbare oder einbetonierbare Fußträger eingesetzt werden.

Die Anzahl der Holzträger, die für den Bau notwendig sind, richtet sich dabei nach den Maßen des Carports.

Achtung: Beim Eigenbau müssen die Holzpfosten mit Holzschutzmittel behandelt werden.

Wie kann der Carport abgedeckt werden?

Ein wesentlicher Bestandteil eines Carports ist seine Bedachung. Ihnen stehen verschiedene Dachformen zur Auswahl.

Flachdach:

  • leichte Montage
  • schwierige Abdichtung (hierfür können z.B. Plexiglasplatten oder Bitumenbahnen verwendet werden)

Satteldach:

  • bietet zusätzlichen Stauraum
  • einfache Abdichtung
  • erfordert etwas handwerkliches Geschick beim Aufbau

Walmdach:

  • einfache Abdichtung
  • elegante Optik
  • leichte Montage

Pultdach:

  • preiswert
  • einfache Abdichtung (z.B. mit Plexiglasplatten)
  • bietet, je nach Bauweise, zusätzlichen Stauraum
  • erfordert einiges an handwerklichem Geschick

Tonnendach:

  • bietet zusätzlichen Stauraum
  • erfordert hohes handwerkliches Geschick
  • höhere Kosten für die Abdichtung

Gründach:

  • besonderer Charme -> schöne Optik
  • verwenden Sie hier Kautschukbahnen zur Isolierung
  • achten Sie auf die Statik -> ohne Regenrinne und Tonne kann das Regenwasser nicht abfließen

Weitere hilfreiche Tipps für den Carportbau

Um Ihnen bei Ihrem Carport-Bauprojekt bestmöglich unter die Arme zu greifen, haben wir hier noch ein paar hilfreiche Tipps für Sie gesammelt:

  • nutzen Sie Online-Konfiguratoren, mit denen der Wunsch-Carport erstellt werden kann
  • wählen Sie bevorzugt ein Dach mit Gefälle und Regenrinne
  • organisieren Sie Helfer für den Bau -> zusammen geht der Aufbau schneller & einfacher
  • bei Eigenbau Holz- statt Metallverbindungen verwenden (z.B. Schwalbenschwanzverbindung) -> sieht besser aus, ist preiswert und stabil

Unser Fazit

Für geübte Heimwerker ist das Bauen eines Carports sicherlich ein tolles Projekt, dennoch raten wir vor allem Hobby-Heimwerkern doch eher zu dem Kauf eines Bausatzes. Wünschen Sie beispielsweise eine Solaranlage oder einen angebauten Fahrradschuppen, können Sie Ihren Carport individuell und beliebig erweitern.

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