Auch die Terrasse braucht ein Dach

Im Sommer gibt es nichts Schöneres, als bei Sonnenschein den Garten und die Luft auf der Terrasse zu genießen. Ein ausgedehntes Frühstück oder lange Grill- und Spielabende – die beste Zeit im Jahr ist die, in der man sein Wohnzimmer ins Freie verlegen kann. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn leichte Sommerregen diese Stimmung zu Nichte machen. Doch nicht nur Regen und Wind können auf der Terrasse als störend empfunden werden, auch die Sonne kann von Zeit zu Zeit zu stark sein. Mit einer Terrassenüberdachung sind Sie vor beidem geschützt und können trotzdem die Zeit auf der Terrasse genießen. Woran Sie alles denken müssen und welche Entscheidungen es zu treffen gilt, lesen Sie hier…

Alu oder Holz?

Die erste Entscheidung, die es für Sie zu treffen gilt, ist die, ob Ihre Terrassenüberdachung aus Holz oder Aluminium sein soll. Sollten Sie sich für eine Überdachung aus Holz entscheiden, so können Sie zwischen nordischem Nadelholz oder robuster Douglasie wählen. Während Holz Ihrer Terrasse einen rustikalen Touch verleiht, Gemütlichkeit und Wärme ausstrahlt, können Sie Ihren Garten mit einer Terrassenüberdachung aus Aluminium stilvoll und edel erweitern. Neben diesen optischen Unterschieden, lohnt es sich den Aufwand zu berücksichtigen, den die verschiedenen Materialien mit sich bringen. Holz muss in regelmäßigen Abständen lasiert, geölt und gestrichen werden. Daher ist es um einiges preiswerter als Aluminium, bei dem diese Arbeiten nicht erledigt werden müssen. Entscheiden Sie individuell, welche Terrassenüberdachung besser zu Ihrem Heim passt.

Das Gerüst steht – und nun?

Die meiste Arbeit ist getan, doch erfüllt die Terrassenüberdachung noch nicht ihren Zweck. Ohne eine Dacheindeckung plätschert Regen fröhlich weiter auf die Terrasse und auch Schutz vor Sonneneinstrahlung ist noch nicht gewährt. Wieder einmal haben Sie die Qual der Wahl. Entscheiden Sie zwischen Verbundsicherheitsglas, Doppelstegplatten aus Polycarbonat oder Aryl und PVC-Dachplatten.

Terrassenüberdachung Alu

Glas? Das ist bestimmt gefährlich! Was ist, wenn ein Vogel gegen die Scheiben fliegt und meine Kinder die Scherben abbekommen? Diese Gedanken gehen Ihnen bestimmt als erstes durch den Kopf, wenn Sie an eine Dacheindeckung aus Glas denken. Doch wir können Sie beruhigen: diese Sorgen sind ganz umsonst. Mit Verbundsicherheitsglas kombinieren Sie die beiden Komponenten Optik und Sicherheit. VSG besteht aus zwei oder mehreren Glastafeln, die mit einer reißfesten elastischen Folie verbunden sind. So bleiben die Scherben bei Beschädigung an der Folie haften und fallen nicht, wie befürchtet, auf Sie hinunter.

Doch Hohlkammer- oder auch Doppelstegplatten genannt, bieten ebenfalls gewisse Vorteile. Aufgrund der speziellen Oberflächenvergütung leisten sie einen perfekten Schutz vor der zersetzenden Wirkung von UV Strahlen. Neben der sehr guten UV Beständigkeit und einer langjährigen Lichtdurchlässigkeit, haben Doppelstegplatten aus Polycarbonat zudem eine wärmeisolierende Wirkung. Wenn es also draußen frisch wird, sammelt sich die Wärme unter Ihrer neuen Terrassenüberdachung und es ist länger kuschelig warm. Zudem ist eine Überdachung aus Doppelstegplatten sehr witterungs-, schlag- und hagelbeständig. Diese Doppelstegplatten sind nicht nur aus Polycarbonat, sondern auch aus Acryl erhältlich. Hinzu kommt ein spezieller Elastomerzusatz, durch den eine besonders hohe Bruchsicherheit gewährleistet wird. Außerdem sind sie aufgrund dauerhafter Transparenz sehr lichtdurchlässig und aufgrund einer hochglänzenden, porenfreien Oberfläche kann Schmutz kaum haften. Auch diese Dacheindeckung eignet sich hervorragend für eine Terrassenüberdachung. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, PVC-Dachplatten als Dacheindeckung zu verwenden. Egal wofür Sie sich entscheiden, in allen Fällen sind Sie sicher und vor Regen geschützt.

Wasser, Wasser, Wasser! Ja genau, eine Terrassenüberdachung soll vor Regen schützen. Ein kleiner Regen im Sommer vertreibt Sie nun nicht mehr von Ihrer Terrasse. Doch vergessen viele wie wichtig es ist, eine Dachentwässerung zu montieren. Regen- oder Schmelzwasser muss vernünftig abgeführt werden. Daher sollte jede Terrassenüberdachung über eine Dachrinne, aus PVC, Zink oder Kupfer, verfügen. Auch die Dachneigung spielt eine essentielle Rolle für die Entwässerung.

Ihr Grundstück – Ihre Rechte? Falsch gedacht!

Bei Ihrer Planung zu einer neuen Terrassenüberdachung sollten Sie auf jeden Fall das gültige Baurecht beachten. Auch wenn es sich um Ihr Grundstück handelt, sollten unbedingt einige Vorschriften eingehalten werden. Für den Bau einer Terrassenüberdachung, muss in den meisten Fällen vor Baubeginn zunächst eine Genehmigung eingeholt werden. Hierzu gibt es in jeder Gemeinde spezielle Regelungen. Sogar Entscheidungen über die Dachneigung und die Statik treffen Sie nicht alleine. Die höchstmögliche Neigung ist ebenfalls im örtlichen Baurecht verzeichnet. Hinzu kommt, dass ab einer bestimmten Größe, die Statik vom Amt geprüft werden muss. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde vor Ort, inwiefern Vorschriften bezüglich Ihres geplanten Terrassendaches eingehalten werden sollten.

Terrassenüberdachung Holz

Von unten bis oben

Wir wetten, Sie können es kaum noch abwarten, endlich mit dem Bau Ihrer Terrassenüberdachung zu beginnen, richtig? Auf geht’s! Zunächst spielt das Fundament der Überdachung eine wichtige Rolle. Dazu werden die Gerüstpfosten im Boden verankert. Pfostenträger aus Stahl werden entweder in Beton eingegossen oder auf ein Fundament aus Beton aufgeschraubt. Diese dienen bei einer Überdachung aus Holz nicht nur dazu genügend Stabilität zu erhalten, sondern auch als Schutz vor Bodenfeuchtigkeit. Das sich auf den Gerüstpfosten befindende Dachgerüst besteht aus Querstützen und Sparren. Auf diesen liegt dann das Dach, aus zum Beispiel Glas oder Doppelstegplatten, auf. Wichtig ist es, auf eine ausreichende Dicke der Querstützen zu achten. Hier sollte die Schneelast, das Gewicht des Daches und die Länge der Balken mit einbezogen werden. Die Sparren bilden die Grundlage der Dacheindeckung. Hier ist der Sparrenabstand abhängig vom Gewicht des Daches.

Sonne und Schatten

Sonnenschein kann so wunderbar sein! Wir alle lieben doch die Sonne. Dennoch kann es, an besonders sommerlichen Tagen, auch mal zu heiß unter dem Terrassendach werden. Es lohnt sich also, früh genug über eine Möglichkeit der Beschattung nachzudenken. Hierfür eignet sich ideal die Montage einer Markise! Doch das bleibt nicht die einzige Variante einer Beschattung. Zwei Fliegen mit einer Klatsche können Sie mit Solarzellen schlagen. Zum einen sitzen Sie vor Sonne geschützt unter Ihrem neuen Terrassendach, zum anderen kann die Kraft der Sonne ideal ausgenutzt werden und Sie produzieren zusätzlich Ihren eigenen Strom. Sie mögen es grün? Dann ist für Sie bestimmt die Möglichkeit einer Dachbegrünung ansprechend und interessant. Sie sehen – Terrassenüberdachung muss nicht gleich Terrassenüberdachung sein. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, Ihr Terrassendach so einzigartig wie möglich aussehen zu lassen.

Ein Meer an Möglichkeiten

Ob Holz oder Alu, ob Doppelstegplatten oder Glas, ob selber bauen oder bauen lassen – Sie entscheiden! Der Aufwand lohnt sich in jedem Fall, denn wer genießt nicht gerne die Sommerluft und bleibt dabei im Trockenen sitzen?

Quellen: hausgarten.net, terrassenueberdachung-ratgeber.de

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