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Auf der Dachterrasse den Sommer genießen

Veröffentlicht am 2.2.2017    |   Lesezeit: 8 Minuten

Einen warmen Sommerabend ausklingen lassen, mit Freunden grillen und dabei einen wunderbaren Ausblick genießen – davon kann man schon mal träumen. Was Sie beim Bau und der Planung einer Dachterrasse alles beachten müssen − hier erfahren Sie es!

Dachterrasse

Die Basis einer Dachterrasse

Egal, ob Sie eine nachträgliche Erweiterung Ihres Flachdaches planen oder sich ein echtes Highlight für Ihren Neubau wünschen: Sie sollten nicht einfach drauf los bauen. Berücksichtigen Sie die Bauvorschriften Ihres Bundeslandes und machen Sie sich mit den Rechten Ihrer Nachbarn vertraut.

Auch das Fundament muss gut durchdacht sein. Bei der Planung einer Dachterrasse muss selbstverständlich auf Druckfestigkeit, Tragfähigkeit und Entwässerung der Dachkonstruktion geachtet werden. Die entsprechenden bauphysikalischen Voraussetzungen sollten immer durch Fachleute geplant und geprüft werden.

Des Weiteren müssen die geltenden DIN-Normen und Flachdachrichtlinien befolgt werden, um festzustellen, welche Abdichtungsart auf welches Dach muss und wie Regenwasser abgeführt wird.

Aufbau der Unterkonstruktion

Bei Dachterrassen kann die Unterkonstruktion normalerweise nicht auf dem Boden befestigt werden. Es muss ein verwindungssteifer Unterkonstruktions- „Rahmen“ (siehe Foto unten) gebaut werden, welcher dafür sorgt, dass Unterkonstruktion und Belag auch bei windigem Wetter liegen bleiben.

Dazu werden zwischen die längs laufenden Querhölzer im rechten Winkel kurze Querhölzer mit Winkelverbindern oder mit längeren Edelstahlschrauben verschraubt. Die Querhölzer sind zwischen den Längsreihen versetzt anzuordnen.

Ein Höhenausgleich muss so konstruiert werden, dass er nicht verrutschen oder wegschwimmen kann. Die Unterkonstruktion sollte einen Achsabstand (Mitte UK zu Mitte UK) von 40-60 cm nicht überschreiten. Hier kommt es auf die Stärke und Holzart der Diele an. Bei Dielen unter 25 mm Stärke und bei Systemdielen veranschlagen Sie ca. 40 cm, bei Dielen aus Laubhölzern ab 25 mm maximal 50 cm und bei Nadelhölzern maximal 60 cm Unterkonstruktions-Achsabstand.

Dachterrasse Verlegung

verwindungssteifer Unterkonstruktionsrahmen für Dachterrassen ohne Befestigung mit dem Untergrund

Besonderheiten bei der Verlegung der Dachterrasse: Darauf ist zu achten

Sollte die Aufbauhöhe limitiert sein, so eignet sich eine Alu-Unterkonstruktion besonders gut, da diese auch in 3 cm oder 2 cm Stärke verfügbar ist. Weitere Vorteile einer Aluminium-Unterkonstruktion sind die Dauerhaftigkeit und das leichte Eigengewicht, welches durchaus bei der Statik der Gesamtkonstruktion eine Rolle spielen kann.

Besonders ist darauf zu achten, dass die Dachhaut nicht beschädigt wird. Um dies zu gewährleisten, müssen vorgeschriebene Schutzschichten mit eingebaut werden. Dies gilt vor allem für die Stellen, an denen zukünftige Pflanzenkübel ihren Platz finden.

Außerdem müssen Wasserabläufe für Wartungsarbeiten immer zugänglich sein. Dies kann durch Entwässerungsrinnen oder Revisionsklappen gewährleistet werden. Ebenfalls von besonderer Wichtigkeit für eine Dachterrasse ist ein Geländer, das für die nötige Sicherheit sorgt.

Wie wirkt sich die Witterung auf die Dachterrasse aus Holz aus?

Regen, Sturm, Schnee – und ja, auch Sonne! Die Witterungen gehen an einer Dachterrasse nicht spurlos vorbei. Die wiederholte Feuchtigkeitsaufnahme und Trocknung führt bei einer Holzterrasse dazu, dass sich die Holzfasern der Dielen aufstellen. Es muss daher für eine geeignete Entwässerung beziehungsweise ein Gefälle von ca. 2% der Terrassenfläche gesorgt werden, damit das Wasser abfließen kann und so Staunässe verhindert wird.

Dagegen ist das UV-Licht der Sonne dafür verantwortlich, dass das Lignin in den oberflächennahen Holzschichten abgebaut wird und die Holzoberfläche so vergraut.

Begrünung der Dachterrasse

Um Ihre neue Dachterrasse ideal in Szene zu setzen, bietet sich die Möglichkeit eines Dachgartens. Auch hier müssen Aspekte der Statik und der Abdichtung mit einbezogen werden. Im Normalfall besteht die Begrünung eines Daches aus einer wurzelfesten Folie, einer Drainageschicht, Vlies und einer wasserspeichernden Schicht mit Substrat.

Es gibt drei Möglichkeiten der Bepflanzung:

  • Die extensive Begrünung bedarf kaum Pflege und Bewässerung. Moose, Kräuter und Gräser bilden diese Art des Dachgartens.
  • Bei der einfachen Intensivbegrünung ist nur ein geringer Pflegeaufwand notwendig, um die darauf wachsenden Gräser, Sträucher und Büsche zu versorgen.
  • Die intensive Begrünung ist mit Stauden, Bäumen und Rasen bestückt. Hier ist ein automatisches Bewässerungssystem empfehlenswert.

Fazit

Wer sich entschließt, eine Dachterrasse zu bauen, der muss viele Aspekte beachten, um den Sicherheits- und Rechtsstandards sowie den Anforderungen des Belages gerecht zu werden. Doch die Mühe lohnt sich, denn durch eine Dachterrasse wird Ihnen ein unverwechselbarer Charme geboten, der zum Träumen über den Dächern einlädt.

Sonstige Quellen: https://www.bauen.de/a/dachterrasse-bauen-lassen-statt-selber-bauen.html

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