Projekt Gartenhaus

Ein Wochenende aus der Stadt herauskommen, eine Auszeit, ein Stück Urlaub genießen. Ein echtes Highlight im Garten bauen, eine kreative Werkstatt errichten, einen weiteren Freizeitraum gestalten. Ein Gartenhaus erfüllt vielseitige Zwecke. Doch bevor Sie sich den Traum eines eigenen Gartenhauses erfüllen, sollten Sie einige wichtige Aspekte beachten. Denn auch wenn das Häuschen klein ist, bedarf es einer ausgereiften Planung, damit das Projekt Gartenhaus glückt.

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Planung ist die halbe Hütte

Bevor es an den Bau Ihres eigenen Garten- oder Wochenendhauses geht, helfen wir Ihnen, damit schon bei der Planung nichts schief geht. Es gilt einige Fragen im Voraus zu klären. Welche Art Gartenhaus soll künftig Ihr Grundstück schmücken? Soll es eher eine Möglichkeit werden, um Geräte unter zu stellen oder den Zweck eines Wochenendhauses erfüllen? Danach richtet sich beispielsweise, inwiefern an Anschlüsse jeglicher Art, Elektronik, Steckdosen oder auch Lichtschalter gedacht werden sollte. Denn der Bau eines Gartenhauses steckt voller Möglichkeiten. Damit Sie nicht in die Fallen tappen, die dieses Projekt durchaus ebenso bereithält, helfen wir Ihnen hiermit weiter….

Zuallererst sollen Sie sich entscheiden, ob Sie das Gartenhaus selber bauen möchten oder einen Fertigbausatz bestellen. Davon ist unter anderem abhängig, wie viel Geld zur Errichtung des Gartenhauses zur Verfügung steht. Zu Beginn des Baus sollten Sie eine detaillierte Vorstellung davon haben, wie das Gartenhaus am Ende aussehen soll und welche Materialien Sie für den Bau benötigen. Also: Auf die Plätze, fertig, bauen…ups Fehlstart! Ganz so einfach ist es dann doch nicht…

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Genehmigung: Ja, Nein, Vielleicht?

Auch wenn das zukünftige Gartenhäuschen auf Ihrem Grundstück stehen wird, sind Ihnen leider nicht alle Rechte vorbehalten. Je nach Bundesland benötigen Sie eine Baugenehmigung, um das Projekt Gartenhaus durchzusetzen. Ob diese notwendig ist, ist unter anderem abhängig von der Größe, der Nutzung und dem Stellplatz. In jedem Fall sollten Sie sich beim örtlichen Bauamt und Ihrer Gemeinde oder Stadt erkundigen. Doch nicht nur die Ämter spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Auflagen bezüglich Ihres Gartenhauses geht. Auch die Nachbarn haben ein Wörtchen mitzureden.

Nachbarn

Mal ehrlich, einen Nachbarschaftsstreit kann doch echt keiner gebrauchen! Deshalb denken Sie früh genug an die Häuser links und rechts neben Ihnen, um genau so etwas zu vermeiden. Generell gilt, dass die Eigentümer benachbarter Grundstücke zu beteiligen sind.  Die Bauaufsichtsbehörde ist normalerweise dafür zuständig, die Nachbarn von dem Vorhaben zu benachrichtigen. Sollten die Nachbarn, etwas einwenden, so kann dies innerhalb von zwei Wochen eingereicht werden. All diese Fristen sind in der ersten Benachrichtigung zu erwähnen. Sollten die Nachbarn die Lagepläne und Bauzeichnungen unterschrieben haben oder auf andere Weise dem Bauvorhaben zustimmen, so kann diese Benachrichtigung entfallen. Auch haben die Nachbarn die Möglichkeit einen Einblick in die Unterlagen zu erhalten, falls von dem Vorhaben nachbarliche Belange berührt werden. Im Allgemeinen muss ein Abstand von 3 m zur Grundstücksgrenze des Nachbarn eingehalten werden. Natürlich ist es wichtig, diese Vorschriften zu beachten und einzuhalten, jedoch sollten Sie immer versuchen zunächst ein freundschaftliches Gespräch mit Ihren Nachbarn zu führen und sie so von dem Bauvorhaben in Kenntnis zu setzen.

Die Landesbauordnung Bremen

In vielen Bebauungsplänen von Städten oder Gemeinden ist verankert, dass weitere Nebenanlangen außerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche nicht erlaubt sind. Das hat den Grund, dass Grundstücke laut Stadtplanern nicht mit so vielen Schuppen vollgestellt werden sollen. Die Bremische Landesbauordnung (BremLBO) sieht im Allgemeinen eine Baugenehmigung für die Errichtung, Änderung und Nutzungsänderung von Anlagen, vor. Das heißt im Umkehrschluss, dass für alles, was Sie errichten oder  ändern, zunächst eine Baugenehmigung eingeholt werden muss. Allerdings gibt es wie so oft auch hier ein „aber“. In einigen Fällen kann auf diese Genehmigungspflicht verzichtet werden. Paragraph 65 der Bremischen Landesbauordnung besagt, dass ein Vorhaben verfahrensfrei ist, sobald es sich um Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toilette und Feuerstätten, bis 30 m2 Brutto Rauminhalt, im Außenbereich bis 6 m2, mit Ausnahme von Garage, Verkaufs- und Ausstellungsständen, handelt. Demnach sind die Größe Ihres Gartenhauses, die Ausstattung und der Nutzungszweck, sowohl auf Ihrem Grundstück als auch in einer Kleingartenanlage, sehr wichtige Aspekte, nach denen beurteilt wird, ob eine Genehmigung benötigt wird oder nicht.

Versicherung

Im Normalfall werden Gartenhäuser über die Wohngebäudeversicherung geschützt. Die Innenausstattung hingegen fällt in den Bereich der Hausratsversicherung. Sollte es sich bei Ihrem Häuschen um einen Stellplatz in einem Schrebergarten handeln, so ist die Wohngebäudeversicherung nicht wirksam. Klären Sie hier mit Ihrem Versicherer, was das Beste wäre. Aber keine Panik: Für Lauben und Schrebergärten werden besondere Versicherungen angeboten.

Bundeskleingartengesetz

Das Bundeskleingartengesetz tritt in Kraft, wenn das Gartenhaus in einer Kleingartenanlage gebaut wird. Hier benötigt man keine Baugenehmigung so lange das Gartenhaus eine Größe von 24m2 inklusive überdachter Terrasse, nicht überschreitet. Sollte dies der Fall sein, so ist eine Genehmigung erforderlich. Des Weiteren darf das Gartenhaus nicht als Dauerwohnsitz taugen. Doch auch hier keine Angst: In den allermeisten Fällen  ist es erlaubt, am Wochenende dort zu übernachten.

In festgesetzten Wochenendhausgebieten gelten Wochenendhäuser bis 40 m2 Grundfläche und 4 m Firsthöhe als verfahrensfreies Bauvorhaben.

Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen lediglich die Grundsätze Ihrer Rechte und Pflichten schildern. Die kompletten Bauordnungen für alle Bundesländer finden Sie hier.

Genehmigung ist eingeholt, Nachbarn sind eingeweiht, Materialien vorhanden, Bauplan steht…der Startschuss für den Bau des Gartenhäuschen kann endlich fallen!

Das „Drum-Herum“ fehlt noch

Endlich! Das Gartenhäuschen steht, doch damit ist es noch nicht getan. Viele Möglichkeiten stehen Ihnen für die Gestaltung des Häuschens zur Verfügung. Wie Sie bei der Gestaltung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können? Ganz einfach! Erweitern Sie Ihr Gartenhaus doch mit einer kleinen Terrasse oder Überdachung. Diese spendet nicht nur Schatten, sondern kann beispielsweise auch mit Solarzellen bedacht werden. So leisten Sie gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz. Oder möchten Sie, dass Häuschen und Garten eins werden? Dann ziehen Sie doch die Möglichkeit der Dachbegrünung in Betracht. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und gestalten Ihr Gartenhaus ganz nach Ihren Wünschen.

Quellen:

www.t-online.de

www.bauordnungen.de

 

 

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